Lastenrad: Händler und Verleih in deiner Nähe

Auf fahrradlokal findest du 336 Betriebe in 169 Orten, bei denen du ein Lastenrad kaufen, Probe fahren, warten lassen oder teils mieten kannst. Gib deine Stadt oder PLZ ein und finde Anbieter in deiner Nähe.

Lastenrad nach Stadt

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Lastenrad kaufen beim Händler in deiner Nähe

Ein Lastenrad kaufst du am besten dort, wo du es vorher ausprobieren und später auch warten lassen kannst. Auf fahrradlokal siehst du die erfassten Betriebe in deiner Region, die Lastenräder führen: vor allem Fachhändler, aber auch Filialen von Ketten, Marken-Stores, Werkstätten und Verleihe. Wir sind an keine Marke gebunden. Du vergleichst also Betriebe statt Hersteller und kannst mehrere Modelle an einem Tag Probe fahren.

Besonders viele Anbieter haben wir bisher in Düsseldorf, Krefeld, Wuppertal und Duisburg erfasst. Die meisten Betriebe mit Lastenrädern reparieren auch Fahrräder, verkaufen E-Bikes und bieten Dienstrad-Leasing an. Welche Leistungen ein Betrieb anbietet, steht in seinem Eintrag.

Long John, Longtail oder Dreirad: welche Bauform passt?

Lastenräder unterscheiden sich vor allem darin, wie viele Räder sie haben und wo die Ladefläche sitzt. Einspurige Modelle fahren sich agiler, beim Anhalten musst du die Last aber ausbalancieren. Mehrspurige stehen stabil, tragen meist mehr und fahren sich etwas träger.

  • Long John: Die Ladefläche oder Transportbox liegt tief zwischen Lenker und kleinerem Vorderrad. Kinder und Einkäufe hast du immer im Blick. Sie gilt als die am weitesten verbreitete Bauform, fährt sich nach kurzer Eingewöhnung recht agil, hat aber einen größeren Wendekreis.
  • Longtail: Ein verlängerter Gepäckträger hinten trägt Taschen oder bis zu zwei Kindersitze hintereinander. Das Fahrgefühl ähnelt einem normalen Fahrrad, das Rad ist meist leichter und braucht weniger Platz. Kleine Kinder hast du hier allerdings nicht im Blick.
  • Dreirad: Zwei Räder vorne, dazwischen eine große Box, oft mit Platz für mehrere Kinder. Es bleibt beim Anhalten stehen und lässt sich leicht beladen, ist aber deutlich breiter und schwerer. Je nach Lenkung (Drehschemellenkung, Achsschenkellenkung, teils mit Neigetechnik) unterscheidet sich das Fahrverhalten stark.

Im ADAC-Test von 2021 gaben fast alle Testpersonen nach den ersten Fahrten mit dreirädrigen Lastenrädern negative Rückmeldungen. Erst nach einer gewissen Eingewöhnung kam etwas Fahrfreude auf. Plane für die Probefahrt deshalb genug Zeit ein.

Wieviel kostet ein Lastenrad?

Lastenräder ohne Motor beginnen nach Händlerangaben (Stand 2026) bei etwa 1.500 Euro für ein Longtail und etwa 2.000 Euro für ein Long John. Ein Elektroantrieb kostet rund 1.000 bis 1.500 Euro mehr, E-Lastenräder starten also bei etwa 2.500 Euro. Die Stiftung ADAC nennt (Stand 2025) für Modelle ohne Motor 1.500 bis 2.700 Euro und für E-Lastenräder bis zu 5.000 Euro, hochwertige Modelle kosten aber oft mehr. In den Tests von ADAC (2021 und 2022) und Stiftung Warentest (2022) kosteten die geprüften E-Lastenräder zwischen rund 2.950 und 8.140 Euro. Die Preise können sich seitdem verändert haben.

Rechne Zubehör mit ein: Laut ADAC kostet selbst bei Rädern um 5.000 Euro manche Ausstattung für den sicheren Kindertransport extra. Dazu kommen je nach Bedarf Regenverdeck, ein gutes Schloss und eine Versicherung.

Für Lastenräder gibt es immer wieder Förderprogramme von Bund, Ländern, Kommunen und teils Energieversorgern. Viele richten sich an Gewerbetreibende, manche auch an Privatleute. Die Bedingungen ändern sich häufig, und bei manchen Programmen darfst du erst nach der Zusage kaufen. Erkundige dich deshalb bei deiner Stadt, bevor du bestellst.

Kinder im Lastenrad sicher mitnehmen

Nach der Straßenverkehrsordnung dürfen Kinder bis sieben Jahre auf Fahrrädern nur von Personen ab 16 Jahren mitgenommen werden, und zwar in besonderen Sitzen, bei denen die Füße nicht in die Speichen geraten können. Ältere Kinder und Erwachsene dürfen nur auf Rädern mitfahren, die zur Personenbeförderung gebaut und eingerichtet sind (§ 21 Abs. 3 StVO). Lass dir im Laden zeigen, wofür der Hersteller das Modell vorsieht.

Der ADAC empfiehlt, dass ein Kind stabil allein sitzen kann (etwa ab neun Monaten), mit Dreipunktgurt und besser zusätzlich mit Beckengurt angeschnallt wird und einen Helm trägt. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung rät zu einem eigenen Sitzplatz mit Gurt für jedes Kind, zum Blick auf das zulässige Gesamtgewicht und zu einer ersten Übungsfahrt ohne Verkehr. Nimm deine Kinder am besten mit zur Probefahrt, dann siehst du sofort, ob Box und Gurte passen.

Probefahrt, Abstellen und Wartung: so bereitest du den Besuch vor

Eine gute Probefahrt ist mehr als eine Runde um den Block. Der ADAC rät, möglichst auch mit Beladung zu fahren und besonders Kurvenfahren und Abstellen auszuprobieren. Lastenräder sind je nach Bauform etwa 1,80 bis über 2,60 Meter lang, Dreiräder zudem deutlich breiter. Stiftung Warentest rät, vorher genau zu klären, wo das Rad zu Hause stehen soll. Musst du es über Stufen tragen, ist ein Lastenrad meist zu schwer und unhandlich. Seit der StVO-Novelle 2020 dürfen Städte eigene Parkflächen und Ladezonen mit dem Sinnbild Lastenfahrrad ausweisen.

Das solltest du vor dem Termin klären:

  • Was willst du transportieren: Kinder, Einkäufe, Hund oder Werkzeug?
  • Wie lang sind deine Wege, und gibt es Steigungen?
  • Wo stellst du das Rad ab, und wie breit sind Tor, Einfahrt oder Fahrradraum?
  • Kannst du verschiedene Bauformen Probe fahren?
  • Wartet und repariert der Betrieb auch Lastenräder?
  • Welches Zubehör ist im Preis enthalten?

Lastenrad mieten: erst testen, dann entscheiden

Wenn du unsicher bist, ob sich ein Kauf lohnt, kannst du ein Lastenrad zunächst mieten. Stiftung Warentest empfiehlt, vor dem Kauf ein Lastenrad auszuleihen, um das Konzept grundsätzlich auszuprobieren. In unserem Verzeichnis führen auch einige Verleihe und Händler mit Fahrradverleih Lastenräder. Frag dort, ob du eines mieten kannst, etwa für einen Tag oder ein Wochenende, und nach Kaution, Einweisung und ob die Miete bei einem späteren Kauf angerechnet wird.

Häufige Fragen

Brauche ich für ein E-Lastenrad einen Führerschein?

Nein, sofern der Motor nur beim Treten und nur bis 25 km/h unterstützt. Solche E-Lastenräder gelten wie Lastenräder ohne Motor als Fahrrad, mit denselben Rechten und Pflichten im Straßenverkehr. Für Modelle mit stärkerer oder schnellerer Unterstützung gelten andere Regeln. Ob dein Wunschmodell darunter fällt, klärst du am besten vor dem Kauf im Fachgeschäft.

Wie schwer ist ein Lastenrad und wieviel kann es tragen?

Ein zweirädriges Longtail kann um die 35 Kilogramm wiegen, dreirädrige Modelle schnell über 70 Kilogramm. Die meisten Modelle sind nach Händlerangaben für eine Nutzlast von 160 bis 230 Kilogramm ausgelegt. Entscheidend sind die Herstellerangaben zu zulässigem Gesamtgewicht und Zuladung: Fahrer, Kinder und Gepäck zusammen dürfen die Zuladung nicht überschreiten. Frag im Laden nach diesem Wert, er steht auch in der Bedienungsanleitung.

Wie weit komme ich mit einem E-Lastenrad?

Das hängt von Akku, Beladung, Steigungen und Unterstützungsstufe ab. Der ADAC ermittelte 2022 für einspurige E-Lastenräder im Schnitt 40 bis 60 Kilometer, das höhere Gewicht kostet Reichweite. Das Laden dauerte meist drei bis fünf Stunden, bei einem Modell über sieben. Wenn du täglich weite Strecken fährst, frag nach einem größeren oder zweiten Akku.

Wo kann ich ein Lastenrad kostenlos ausleihen?

In vielen Städten gibt es sogenannte freie Lastenräder. Vereine, Initiativen oder Kommunen stellen Räder bereit, die du nach einer Anmeldung oft kostenlos ausleihen kannst. Das eignet sich gut für einen ersten Eindruck im Alltag. Für eine Beratung zu Bauformen, Ausstattung und Kauf ist ein Fachgeschäft mit mehreren Modellen zum Probefahren die bessere Adresse.

Reicht nicht auch ein Fahrradanhänger?

Für ein oder zwei kleine Kinder kann ein Anhänger genügen. Er ist günstiger, lässt sich an dein vorhandenes Rad kuppeln, und manche Modelle dienen auch als Kinderwagen. Erlaubt sind darin bis zu zwei Kinder bis sieben Jahre. Für mehr Kinder, ältere Kinder oder regelmäßig große Einkäufe ist ein Lastenrad die praktischere Lösung, so sieht es auch die Stiftung ADAC.

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